• Pia

unverwechselbar - die Handschrift

Aktualisiert: 8. Jan 2019

Ich habe eine sehr ordentliche Druckschrift als Handschrift. Trotzdem ist es wohl besser, dass ich diese Zeilen am PC geschrieben habe, damit ihr auch wirklich alles lesen könnt. 😉



Per Hand schreiben geht weit ĂŒber das Wort hinaus. Das Schreiben als Kulturgut hat eine große Bedeutung – es birgt eine persönliche Gestaltung der Schrift, in der man sich selbst verwirklichen kann. Außerdem ist das Gehirn ganzheitlich aktiviert beim Schreiben, ganz anders als beim tippen. Beim Schreiben verbindet man Informationen mit der komplexen Bewegung, die die Hand mit dem Stift auf dem Papier vollzieht. Dies fĂŒhrt zu einer grĂ¶ĂŸeren Interaktion mit dem Geschriebenen und fördert die geistige Entwicklung. Das bedeutet, dass handgeschriebene Notizen eher im GedĂ€chtnis bleiben, als getippte.

Zusammengefasst lĂ€sst sich hier sagen: Handschrift ist schnell, individuell und datengeschĂŒtzt. Da gilt der alte Satz: Handschrift gleich Hirnschrift.


Die Handschrift ist eine Art Charakterzeugnis, so individuell wie ein Fingerabdruck. Auch hĂ€ngt sie oft von unserer Stimmung ab, sind wir gestresst, entspannt, schreiben wir nur einen Einkaufszettel oder geben wir uns fĂŒr eine Geburtstagskarte besonders viel MĂŒhe. Je nachdem kann die Schrift anders aussehen. Außerdem macht uns Handschrift kreativer, viele große Schriftsteller haben ihre Werke zuerst mit der Hand auf Papier gebracht, denn man schreibt automatisch viel bildhafter.

Und ich habe noch zwei Punkte, die die Bedeutung der Handschrift untermauern: Papier und Stift sind praktisch immer verfĂŒgbar und man benötigt weder Strom noch Akkus, um Gedanken festzuhalten. Zweitens: NotizbĂŒcher sind wieder im Trend – die Avantgarde ist fast schon in der post-Smartphone-Ära angekommen. Man fĂ€llt positiv auf, wenn man wieder analog die Welt erobert.


Lass uns doch gemeinsam die Tradition Handschrift aufleben, unsere NotizbĂŒcher schnappen und dann mit der Feder die Ideen auf Papier auffangen. Mit Tinte! Oder schreib einen Brief. Kannst du dich noch daran erinnern? Ich habe damals Briefe in den Ferien verschickt und geschickt bekommen. Das war großartig. Jeden Tag zum Briefkasten gehen und hoffen, dass neue, spannende Geschichten von Freunden warten. NatĂŒrlich ist das ein viel lĂ€ngerer Prozess als WhatsApp, aber fĂŒr einen besonderen Anlass lohnt es sich. Das richtige Papier aussuchen, den alten FĂŒller rauskramen. Versuch es doch mal!


Du kannst es auch erstmal mit deinem eigenem Notizbuch versuchen, das vor den Augen anderer verschlossen ist. Gedanken aufschreiben, kleine Comics im Meeting kritzeln (ich habe aus sicherer Quelle, dass kritzeln die KreativitĂ€t steigert – du kannst mich zitieren – oder die neue PrĂ€sentation aufzeichnen.


Also ich kann es euch nur empfehlen, mein Notizbuch ist mein treuer Begleiter. 😊


Eure Pia

DĂŒsseldorf, Nordrhein-Westfalen

Tel.: +49 211 635537-55